Wahrnehmen, unterscheiden, orientieren

Somatische Stabilisierungstechniken bei Angst- und Belastungsstörungen

Im Beratungsalltag ist die Beherrschung wirksamer Stabilisierungs- und Zentrierungstechniken eine notwendige Voraussetzung für die effektive und sichere Begleitung von Menschen, die unter akuten oder chronifizierten Symptomen von Stress, Angst oder Traumatisierung leiden.
Stabilisierung, die Bedingung jeder weiterführenden Verarbeitung und Lösung, gelingt, wenn Betroffene feststellen, daß sie durch ihr Empfindungs-, Unterscheidungs- und Handlungsvermögen dazu fähig sind, wiederkehrende bedrängende Affekte, Erinnerungen oder körperliche Symptome so einzudämmen, daß sie ihnen nicht mehr ausgeliefert sind.

In diesem Seminar werden Grundlagen somatischer Selbststärkung und bewährte Methoden zur Stabilisierung und Angstkontrolle bei Angst- und Belastungsstörungen vorgestellt und gemeinsam geübt.

Die vermittelten Techniken erlauben eine wirksame Regulation des inneren Wahrnehmungs- und Handlungsraumes und der Anforderungen des Alltagslebens.
Mittels Wahrnehmungsexperimenten wird somatische Selbstwahrnehmung als Grundlage und Instrument bewusster Selbstregulation eingeführt. Der Prozess der Selbststärkung erhält so eine evidente somatische Basis, die echte und autonome Selbststabilisierung ermöglicht.

Neben einem kurzen Einblick in die für das Thema relevanten Aspekte der Physiologie von Angst, Stress und Trauma geht es im Seminar um das praktische Erlernen und Vertiefen von wirksamen Interventionen und Übungen und die Adaptationsmöglichkeiten in unterschiedlichen Arbeitskontexten.

Eigene Themen und Fragestellungen können eingebracht werden.
Das Modul "Stabilisierung bei Angst- und Belastungsstörungen" ist grundlegend für beratende und therapeutische Berufe. Dauer und Schwerpunkt können an besondere professionelle und institutionelle Anforderungen angepasst, nachfolgende Supervisionstermine gesondert vereinbart werden.